Über mich

Sinnlich gestaltete Räume sind für unser Wohlbefinden so wichtig wie Ernährung, Bewegung und Schlaf.

Warum wir Räume brauchen, die sich gut anfühlen.

Es geht nicht nur darum, wie Räume aussehen. Entscheidend ist, wie sie sich anfühlen.
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Diese Frage begleitet mich schon mein ganzes Leben: Was brauchen wir, um uns in Räumen wirklich wohlzufühlen? Ich bin Martina Velmeden. In meinem Atelier für Innenarchitektur gestalte ich zeitlos minimalistische Räume, die sich gut anfühlen.

Ein modernes Badezimmer mit einem Waschtisch aus Holz, einem ovalen weißen Waschbecken, einem großen Spiegel, Vasen mit Zweigen, Handtüchern, Lotionflaschen und einem Fenster mit Jalousien.

Räume beeinflussen, wie wir uns fühlen
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Viele Räume sind gestaltet - aber nicht für die Menschen, die darin wohnen, arbeiten oder sich darin aufhalten. Das erlebe ich nicht nur in Wohnungen und Häusern, sondern auch in Praxen, Kosmetikinstituten oder Kliniken. Häufig entstehen Räume nebenbei: Möbel werden schnell zusammengestellt oder Materialien nach Verfügbarkeit gewählt.

Oft orientieren sie sich an Trends und Inspirationen - ohne wirklich zu den Menschen zu passen, die den Raum nutzen. Die Räume erfüllen ihren Zweck, werden aber selten aus der Perspektive der Menschen gestaltet, die sich dort aufhalten.

Dabei haben Räume einen starken Einfluss auf unser Wohlbefinden. Sie wirken auf Stimmung, Nervensystem und das Gefühl von Ruhe oder Anspannung.

Deshalb beginnt für mich jede Planung mit einer einfachen Frage: Was brauchen die Menschen, die sich hier aufhalten, wirklich?

Das Logo von Elle Decoration, bestehend aus den Worten 'ELLE' in großen Buchstaben und 'DECORATION' darunter in kleiner Schrift.
Das Logo von Elle Decoration, bestehend aus den Worten 'ELLE' in großen Buchstaben und 'DECORATION' darunter in kleiner Schrift.
Das Logo der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Das Logo der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Logo 'Homes & Gardens' in Grau auf schwarzem Hintergrund
Das Wort 'myself' in großen grauen Buchstaben
Text 'Living at Home' in weißem Schriftzug auf schwarzem Hintergrund.
Logo mit dem Text 'HÄUSER' in schwarzen Buchstaben auf weißem Hintergrund.
Logo mit grau-weißem Hintergrund und dem Text 'Deutschlandfunk'.
martina velmeden

Wir verbringen 90% unseres Lebens in Innenräumen. Unsere Umgebung beeinflusst, wie wir uns fühlen - mehr als uns bewusst ist.

Frau sitzt entspannt in einem hellen Wohnzimmer, trägt eine weiße Bluse und beige Hosen, lächelt freundlich, im Hintergrund sind moderne Kunst und Bücher zu sehen.

Ich bin Martina. Mein erstes Projekt war mein Kinderzimmer. Da war ich elf.
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Mein Kinderzimmer war typisch 70er-Jahre. Grelle orange-gelb gemusterte Tapeten. Ockergelbe Möbel. Geblümtes. Gestreiftes. Und davon reichlich. Meine Eltern hatten es gut gemeint, doch das Zimmer hatte nichts mit mir zu tun. Es fühlte sich an wie ein kratziger Wollpulli.

Was damals keiner wusste - ich auch nicht: Dass ich hochsensibel bin. Das habe ich erst vor zehn Jahren herausgefunden. Kein Wunder, dass ich nach einem langen Schultag eine reizarme Umgebung gebraucht habe.
Meine Mutter nannte mich „Prinzessin auf der Erbse“. Ich kannte das Märchen, verstand aber nicht, was sie mir sagen wollte. Nur so viel: Ich war anders und sollte mich anpassen. Also war ich brav und quetschte mich in Schablonen und in meine Tweedhosen.

Bis ich mit elf Jahren einfach meinen Kopf durchsetzte: Ich strich die gemusterten Tapeten in einem selbstgemischten Sandton über. Baute ein Regal aus Ziegelsteinen und weißen Holzplatten - so lang wie die ganze Wand.

Innenraum mit Holzmöbeln, Steingefäßen auf einem Regal, einem Rattanstuhl, einem Stehlampe und Fenstern mit Sicht auf ein Ästereiblatt.

Hängte Reispapierleuchten in Wolkenform auf. Und meine Oma nähte mir Vorhänge aus naturfarbenem Nesselstoff. Endlich. Ich konnte aufatmen. Meine Kameraden fanden es so cool und holten sich Tipps für ihre eigenen Zimmer.

Ich ahnte damals nicht, dass ich mal Innenarchitektur studieren würde. Was ich aber gespürt habe: Ich brauche Räume, die ruhig sind. Klar. Reduziert. Ich kannte das Wort Minimalismus nicht. Aber ich kannte dieses Bedürfnis nach weniger und nach Dingen, die sich richtig anfühlen. Der Zeitgeist war ein anderer. Bunt. Laut. Voll. Und ich wollte das Gegenteil.

Erst viel später bin ich auf das Design von Jil Sander und Eileen Gray gestoßen. Und plötzlich war da dieser Gedanke: Ich bin nicht alleine. Da sind noch andere Menschen, die genauso ticken wie ich. Die ruhige Räume brauchen mit weniger drin.

Doch es sollte noch ein paar Jahre dauern, bis ich das zum Beruf machte. Denn erst mal musste ich mir die Welt ansehen.

Martina Velmeden als ehemalige Flugbegleiterin bei Lufthansa in einem Jumbo auf dem Weg nach Tokyo

Was ich auf Reisen über Räume gelernt habe

Nach dem Abi wollte ich raus in die Welt. Erst lebte und arbeitete ich in Manchester, dann wurde ich Flugbegleiterin auf Mittel- und Langstrecke bei Lufthansa. Ich, als hochsensibler Mensch, oft 15 Stunden auf engstem Raum mit mehreren Hundert Menschen. Mehrmals die Woche Zeitverschiebung, Klimawechsel, Nachtarbeit. Was mich nicht davon abgehalten hat: Denn ich wollte die Welt sehen und liebte es, jede Woche neue Menschen und Kulturen kennenzulernen. Im Ergebnis:

126 Länder. 35 Reisetagebücher. Unzählige Erlebnisse. Unvergessliche Jahre.
Ein metallischer Wasserkocher auf einer dunklen Oberfläche, mit einigen Heidelbeeren daneben.

Ich merkte schnell: Das Wichtigste bei dieser Arbeit ist Energie zu haben.

Gut schlafen. Mich erholen können – und zwar in dem Hotelzimmer, das ich mit Jetlag betrete. Manchmal ein altes Hotel in Chicago, wenige Meter von der knatternden Hochbahn entfernt. Manchmal ein Maharadscha-Palast in Indien. Ich übernachtete in rund 3.000 Zimmern und spürte genau, welche Räume mich da unterstützten und welche nicht.

Mein Fazit? Die wenigsten Hotelzimmer sind wirklich für Menschen gemacht, die sich nach einem Nachtflug erholen müssen. In Japan waren die Zimmer oft die besten: minimalistisch und trotzdem warm und behaglich: Shoji-Paneele, die das Tageslicht sanft ausblendeten. Hochwertige helle Bettwäsche. Ein Holztablett, grüner Tee und eine Kanne mit heißem Wasser. Kein visueller Reiz. Alles wesentlich, nichts Überflüssiges. So konnte ich mich erholen.

Kam ich vom Flug zurück, war mein eigenes Zuhause meine Ladestation. Das lehrte mich: Zuhause ist nicht einfach ein Ort. Es ist unsere wichtigste Energiequelle. Und 60 % unseres Lebens verbringen wir dort.

Was mich inspiriert - Menschen & Slow Places weltweit

Logo mit dem Text 'linea RIVA' in schwarzen Linien auf schwarzem Hintergrund.

Wie aus einer Idee mein Einrichtungslabel lineaRIVA entstand

Minimalistischer Flechtsessel

Als ich die Kinderzimmer meiner beiden Söhne gestaltete, fand ich nicht das, was ich suchte. Also entwarf ich die Möbel und die Bettwäsche gleich mit und ließ sie als Einzelstücke fertigen. Als immer mehr fragten: „Woher ist das?“ „Wo kann man das kaufen?“entstand lineaRIVA mein Einrichtungslabel und eine kuratierte Kollektion für entschleunigtes Wohnen. Schon wenige Wochen nach Gründung widmeten mir zahlreiche Magazine mehrere Seiten, u.a. Schöner Wohnen, Häuser, Elle decoration, Myself und Homes&Gardens.

Ich entwarf die gesamte Kollektion selbst – von der Cappuccinotasse bis zum Schrank. Alles aus natürlichen Materialien und von familiengeführten Handwerksbetrieben weltweit gefertigt. Ich hatte einen der ersten Online-Shops für Wohnen in Deutschland. Damals sagte man mir: „Online verkaufen? Das geht nur mit Büchern.“ Na ja. So naiv ging ich nicht dran. Ich hatte während der Fliegerei bereits BWL studiert und traute mir die Gründung zu. Irgendwann hatte ich neun Mitarbeiterinnen und 30 000 Kunden, darunter auch Hotels auf Mallorca.

Martina Velmeden in einem mediterranen reizreduzierten Raum

Doch dann kam der Moment, der alles verändert. Eine Bekannte betritt meinen Showroom. Sie sucht ein Sofa für ihr neues Haus. Sie gibt zu, dass sie eigentlich ein Konzept braucht und nicht nur neue Sitzgelegenheiten. Nach eineinhalb Stunden hatte sie ihr Sofa. Und nebenbei auch ein Konzept. Kurz später erzählte ich einer Freundin davon. Sie schaute mich an und sagte: „Weißt du, wie deine Augen gerade leuchten? Du solltest dich mal sehen!“

Ich ahnte: Das isses. Das will ich machen. Nicht ein Hochregallager managen. Nicht Container um sechs Uhr morgens löschen. Ich wollte diese Augenblicke erzeugen, wo jemand spürt: „Jetzt wird es rund. Das fühlt sich gut an.“ Noch bevor ich lineaRIVA beendete, studierte ich Innenarchitektur. Eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Seitdem fokussiere ich mich auf die Planung von warmen, minimalistischen Innenräumen, in denen sich das Leben gut anfühlt. Und wenn ich abends ein erleuchtetes Haus sehe, in dem Menschen zusammensitzen und lachen, denke: Genau das ist es, wofür ich morgens aufstehe.

Grafik zur Methode von Martina Velmeden Sensory Wellbeing Design
Sensory Wellbeing Design ©

Wie ich heute arbeite

Ich arbeite mit meinem Konzept Sensory Wellbeing Design© – einer ganzheitlichen Methode, die Sensorik, Funktion und Gestaltung verbindet. Nicht Deko. Nicht Trends. Sondern Räume, die sich positiv auf dein Wohlbefinden, deine Sinne und dein Nervensystem auswirken. Räume, die Menschen ins Gleichgewicht bringen, statt sie noch mehr mit Reizen zu fluten.

Denn schon als Kind - lange bevor ich es fachlich begreife - sehe ich Räume im Zusammenhang mit Wellbeing: Umgebungen, in denen wir uns aufhalten, sind für unsere Lebensqualität so wichtig wie gesunde Ernährung, Schlaf und Bewegung.

Mein Atelier ist bei Heidelberg. Für Private Wohnräume, Kosmetikinstitute, Praxen und Klinikräume. Ich arbeite im Rhein-Neckar-Kreis, deutschlandweit, in Österreich und der Schweiz und online.


  1. Eine Auszeichnung im Bereich Innenarchitektur, über die ich mich sehr gefreut habe

  2. Wie es ist, mit mir zu arbeiten

  3. Wie ich Innenarchitektur verstehe

MEINE WERTE
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Bild mit Wolken
EMPATHIE

Empathie ist mein Schlüssel für Räume, in denen sich Menschen wohlfühlen. Ob Wohnräume, Kosmetikstudios oder Klinikräume, Funktion und Ästhetik allein reichen mir nicht: Ich schaffe Atmosphären, die einladend und beruhigen.

Mutter und Tochter lachen und spielen
HUMOR

Kein Tag ohne Lachen - echt jetzt! Ich liebe es, wenn Menschen sich nicht zu ernst nehmen. Privat wie beruflich gestalte ich Momente so, dass sich alle wohlfühlen - und lache dabei natürlich auch gerne über mich.

Seife von der Marke Aēsop® im Spender
ÄSTHETIK

Seit Kindheit liebe ich schlichtes Design und reduzierte warme Räume. Weniger ist mehr. Ich liebe Wiesenblumen, Alltagsgegenstände aus Asien meine edlen Seifen von Aēsop®.

Wenn du spürst, dass dein Raum sich nicht richtig anfühlt, lass uns darüber sprechen.